April 30, 2026
Kärnten zeigt am 1. Mai die Kraft des „Wir“
Uncategorized
Schon in den frühen Morgenstunden ist spürbar, dass dieser Tag anders ist. In Städten und Gemeinden in ganz Kärnten werden Plätze vorbereitet, Musik erklingt, Fahnen werden gehisst. Menschen kommen zusammen – Familien, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Ehrenamtliche, Funktionärinnen und Funktionäre. Es sind Begegnungen, Gespräche, gemeinsames Feiern. Der 1. Mai ist kein herkömmlicher Feiertag. Er ist der Tag der Solidarität, des Gemeinsamen.
Ein Tag des Stolzes
Von Oberkärnten bis ins Lavanttal, von kleinen Ortszentren bis zu den großen Bühnen: Überall wird der Tag der Arbeit begangen. Die großen Feiern in Völkermarkt und am Klagenfurter Kreuzbergl bilden dabei sichtbare Höhepunkte. Im Zentrum steht die Rede von Landeshauptmann Daniel Fellner. Sachlich in der Analyse, klar in der Botschaft – und getragen von einer spürbaren Zuversicht zeichnet er das Bild eines Landes, das sich entwickelt, weil Menschen gemeinsam handeln.
„Der 1. Mai ist für die Sozialdemokratie kein gewöhnlicher Feiertag. Er ist ein Tag des Stolzes. Ein Tag, an dem Solidarität im Mittelpunkt steht. Und er ist ein Tag der Demokratie“,
sagt Fellner. Es geht ihm nicht um Rückblick allein – sondern um die Verbindung von Geschichte, Gegenwart und Zukunft. Fellner erinnert daran, dass zentrale Errungenschaften wie der Acht-Stunden-Tag, soziale Absicherung oder Urlaubs- und Weihnachtsgeld nie selbstverständlich waren. Sie wurden erkämpft – von Menschen, die sich zusammengeschlossen haben. Dieses gemeinsame Handeln sei auch heute der Schlüssel für Fortschritt.
“WIR”
Wie dieses „Wir“ konkret aussieht, zeigt er anhand eines eindrucksvollen Beispiels: dem Waldbrand im Lesachtal. Seit Tagen kämpfen dort Einsatzkräfte gegen die Flammen. 170 Feuerwehren aus zwei Bundesländern sind im Einsatz, rund 2.000 Feuerwehrleute und Helferinnen und Helfer. Mehr als 20.600 Stunden wurden ehrenamtlich geleistet. Rund sechs Millionen Liter Wasser wurden an die Einsatzorte gebracht – mit Hubschraubern, über landwirtschaftliche Fahrzeuge und durch kilometerlange Leitungen. Für Fellner ist das mehr als eine Einsatzbilanz. Es ist ein Beweis: „Das ist Wir.“ Ein kurzer Satz, der die Dimension dieser Leistung zusammenfasst – und gleichzeitig zeigt, was möglich ist, wenn viele gemeinsam handeln.
Nur Gemeinsam
Immer wieder greift er Situationen auf, die jede und jeder kennt. Etwa das traditionelle Maibaum-Aufstellen. Allein sei ein solcher Baum nicht zu bewegen. Erst wenn viele gleichzeitig anpacken, entsteht etwas Großes. Für Fellner ist das sinnbildlich für Kärnten: Fortschritt gelingt nicht im Alleingang, sondern nur im Miteinander.
Auf dieser Grundlage spannt er den Bogen zu den Entwicklungen im Land – und unterlegt seine Zuversicht mit konkreten Zahlen. In den vergangenen zehn Jahren ist es gelungen, die Arbeitslosigkeit in Kärnten um rund 30 Prozent zu senken – deutlich stärker als im Österreichschnitt mit etwa elf Prozent. Eine Entwicklung, die zeigt, dass gezielte Maßnahmen wirken können. Gleichzeitig habe sich Kärnten zu einer der führenden Forschungs- und Technologieregionen Europas entwickelt. Bereits heute zählt das Bundesland zu den Top-10-Regionen in Europa, gemeinsam mit der Steiermark sogar zu den Top 3. Hinter diesen Zahlen stehen Investitionen, Kooperationen und strategische Entscheidungen, die das Land langfristig stärken.
Aufschwung
Auch wirtschaftlich lässt sich diese Dynamik ablesen. Aktuell werden rund 450 Betriebsansiedlungsprojekte betreut, Unternehmen aus 45 Ländern zeigen Interesse an Kärnten als Standort. Die Kombination aus qualifizierten Arbeitskräften, moderner Infrastruktur und gezielten Investitionen mache das Land attraktiv – national wie international. Der Landeshauptmann verweist dabei auch auf zentrale Infrastrukturprojekte. Die Koralmbahn, die neue Verbindungen schafft. Die geografische Lage im Herzen Europas, mit neun Flughäfen und wichtigen Seehäfen in Reichweite. Faktoren, die Kärnten nicht nur als Lebensraum, sondern auch als Wirtschaftsstandort stärken.
Bauwirtschaft
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Bauwirtschaft. Kärnten weist laut Fellner einen besonders hohen Anteil öffentlicher Investitionen auf – rund 57 Prozent der Aufträge stammen aus öffentlicher Hand. Allein heuer investiert etwa die ASFINAG rund 350 Millionen Euro im Land. Das zeigt Wirkung: Kärnten ist aktuell das einzige Bundesland, in dem das Auftragsvolumen in der Bauwirtschaft wächst. All diese Entwicklungen fasst Fellner in einer klaren Haltung zusammen: Fortschritt ist kein Zufall. Er entsteht dort, wo viele gemeinsam Verantwortung übernehmen.
„Wir haben allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Aber Optimismus entsteht nicht durch Reden, sondern durch gemeinsames Handeln“,
betont er. Und er ergänzt – fast wie ein Leitgedanke für diesen Tag:
„Wir brauchen mehr Optimismus. Nicht sudern, sondern tun. Das ist Sozialdemokratie.“
Während diese Worte gesprochen werden, wird rundherum sichtbar, was sie bedeuten. Ehrenamtliche, die die Feiern organisieren. Menschen, die sich Zeit nehmen, miteinander reden, miteinander feiern. In Klagenfurt, in Völkermarkt – und in unzähligen Orten im ganzen Land.
So entsteht das Gesamtbild dieses 1. Mai: ein Tag, der weit über einzelne Veranstaltungen hinausgeht. Ein Tag, an dem sich Kärnten seiner selbst vergewissert. Seiner Stärke. Seines Zusammenhalts.
Und vor allem eines zeigt:
Dieses Land funktioniert am besten, wenn das „Wir“ im Mittelpunkt steht. Hoch der 1. Mai!
Galerie


