Mehr als ein sicherer Ort für die Nacht

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Es sind Zahlen, die mehr erzählen als jede Statistik: 1.658 Nächte, in denen Jugendliche und junge Erwachsene im vergangenen Jahr einen sicheren Schlafplatz fanden – geschützt vor Kälte, vor Gewalt, vor gesundheitlichen Risiken. Hinter jeder dieser Nächte steht eine Geschichte. Und ein Angebot, das in Kärnten bewusst gestärkt wird.

Abgesichert

Mit einer geplanten Finanzierung von rund 584.000 Euro für das Jahr 2026 soll die Jugendnotschlafstelle JUNO in Villach auch künftig abgesichert werden. Der entsprechende Beschluss wird in der nächsten Regierungssitzung erwartet. Für Kinder- und Jugendschutzreferent LR Peter Reichmann ist klar:

„In Kärnten soll jedes Kind ruhig schlafen können. Mit der JUNO, die von der Diakonie betrieben wird, leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu.“

Dass dieses Angebot gebraucht wird, zeigen die Zahlen deutlich: 2.703 Mal suchten junge Menschen im Jahr 2025 Hilfe bei JUNO. Sie finden dort weit mehr als ein Dach über dem Kopf. Neben einem sicheren Schlafplatz stehen ihnen professionelle Begleitung, Krisenintervention, Gespräche auf Augenhöhe und Unterstützung bei der Stabilisierung ihrer Lebenssituation zur Verfügung.

„Oft reicht allein diese Unterstützung, um ins Wanken geratene Lebensumstände wieder zu stabilisieren“,

so Reichmann.

Tragende Säule

Gerade für jene Jugendlichen, die klassische, stärker strukturierte Wohn- und Betreuungsangebote nicht annehmen können oder wollen, schafft die Einrichtung einen niederschwelligen Zugang.

„Damit schaffen wir ein Angebot an jene, die sonst durchs System fallen würden, und stellen sicher, dass auch diese jungen Menschen Zuflucht finden“,

betont Reichmann. Die Jugendnotschlafstellen – neben Villach auch in Klagenfurt – sind damit eine tragende Säule im Kärntner Kinder- und Jugendschutz. Sie greifen dort ein, wo junge Menschen durch das Netz zu fallen drohen, und bieten Halt in Momenten, in denen dieser am dringendsten gebraucht wird.

„Den Fachkräften, die mit viel Engagement und Feingefühl tätig sind, gebührt mein großer Dank“,

so Reichmann abschließend. Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort, die mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz und viel Feingefühl arbeiten. Sie sind es, die Tag für Tag Vertrauen aufbauen, Perspektiven eröffnen und jungen Menschen zeigen: Du bist nicht allein.